… bei Best Worscht in Town in Frankfurt habe ich heute erlebt.

Meine Freundin hatte einen Dreh für einen TV-Beitrag über Schärfe, der im September auf ProSieben im Magazin “Galileo” laufen soll, und da bot es sich natürlich an, einen kleinen Chili-Contest bei Lars Obendorfer’s Kult-Currywurst-Bude zu machen.
Zum Chili-Contest wurden insgesamt vier Leute geladen: eine Chili-Züchterin, eine Mexikanerin, eine Thailänderin und ein Offenbacher. Eigentlich sollte man nun meinen, dass die Mädels es eher gewohnt sein sollten, Scharfes zu essen, als der nette Rocker aus Offenbach, aber ob es auch wirklich so war, könnt ihr ja eh bald in Galileo sehen; von daher will ich nicht zu viel verraten.
Da es von der Menge her natürlich viel zu viel gewesen wäre, wenn alle Teilnehmer jedesmal eine ganze Currywurst gegessen hätten, gab’s natürlich Reste, die ich dann probierte; deshalb habe ich quasi jeden Schärfegrad einmal ausprobiert bzw. fast jeden.
Hier nun mein Rating:
- Currywurst “A”: Schon etwas schärfer als eine handelsübliche Currywurst, die es überall zu kaufen gibt, aber sicherlich sehr gut geeignet für einen, der nicht oft scharf isst, es dennoch mal versuchen will. (Hiervon hab ich ein Stückchen für den Geschmack genommen)
- Currywurst “B”: Im Prinzip das gleiche, wie bei “A”, nur noch ein kleines bisschen mehr Schärfe. Nicht unbedingt für den Wenig-Scharfesser, sondern eher etwas für den Hobby-Scharfesser. (Auch hiervon hab ich nur ein Stückchen probiert)
- Currywurst “C”: Auch wenn es von “B” auf “C” nur eine Stufe ist, liegen dazwischen wirklich Welten. Wer gerne und oft richtig scharf isst, der sollte einmal mit “C” anfangen, alle anderen sollten davon meiner Meinung nach die Finger lassen. (Hiervon habe ich gleich mal 3 Stückchen gegessen)
- Currywurst “D”: Bei der “D”-Wurst ist es eigentlich auch mehr als eine Stufe Unterschied zum Vorgänger und deshalb sollten sich hier wirklich nur Hardcore-Scharfesser dran trauen. (Diese Wurst wollte ich ja eigentlich essen und deshalb habe ich davon auch gleich 6 Stückchen verdrückt, allerdings muss man dazu sagen, dass die D-Wurst im ersten Moment nicht so scharf ist, dafür aber extremst nachbrennt. Also bitte nicht zu schnell, sondern langsam essen. Die “D” hat mir übrigens eine Träne entrungen und die Nase laufen lassen.)
- Currwurst “E”: Ein Tröpfchen 500.000 Scoville-Sauce pro Stückchen Currywurst ist auf der E-Wurst drauf und damit nochmal mehr als das dreifache von der D-Wurst. Ab hier wird’s auch für den eingefleischten Chilifan, wie mich, schmerzhaft. (Zwei Stückchen habe ich von der Wurst gegessen, auch hier wieder das Phänomen, dass die Wurst extremst nachbrennt, besser gesagt, nach etwa 15 bis 30 Sekunden extreme Schmerzen verursacht.)
An die “F” habe ich mich deshalb auch nicht mehr herangetraut. Die “E” war einfach schon eine Nummer zu heftig.
Übrigens, ein Tipp: nach so einem scharfen Essen solltet ihr nicht zwei Stunden später versuchen, ein Fußballspiel zu bestreiten, denn beim Laufen und vor allem beim Rennen, schmerzt jeder Schritt dermaßen doll im Magen, dass man sich am Liebsten einfach umfallen lassen und liegen bleiben würde. Nach 45 Minuten Quälerei bin ich vom Platz und hab mich auswechseln erlösen lassen…
